Leitbild und Satzung

Die Satzung

Die vollständige Vereinssatzung des "Stadtteilverein Tiergarten e.V." ist hier als PDF-Dokument verfügbar.

Der Stadtteilverein Tiergarten e.V. ist außerdem Mitglied im Verband "Der Paritätische".
Hier können Sie die Mitgliedsurkunde als PDF-Dokument herunterladen.

Das Leitbild

  1. Präambel
  2. Nachhaltige Verbesserung der Lebensqualität im Stadtteil
  3. Stadtteil „plus“ – Wahrnehmung sozialer Aufgaben in anderen Quartieren
  4. Kompetenz bei der sozialen und ethnischen Integration
  5. Übernahme von Verantwortung – global denken – lokal handeln
  6. Sozialraumkompetenz – das Alleinstellungsmerkmal
  7. Service und Finanzierungsmodelle für die Stadtteilentwicklung
  8. Entfaltungsraum für engagierte Bürger und Mitarbeiter
  9. Fachliche Qualifizierung als ständige Aufgabe
  10. Innovationskraft – Kraft für Veränderungen
  1. Präambel
    Das Leitbild des Stadtteilverein Tiergarten e.V. ist ein Orientierungsrahmen, der die Ziele und Aufgaben des Vereins beschreibt. Der Orientierungsrahmen wirkt nach innen und nach außen. Wer den Stadtteilverein nicht kennt erhält mit dem Leitbild eine Information über das Selbstverständnis des Vereins. Für die Mitglieder, den Vorstand, die Geschäftsleitung, Projektleiter und Mitarbeiter des Vereins bildet das Leitbild die gemeinsame geistige Arbeitsgrundlage (Identität des Vereins).
  2. Nachhaltige Verbesserung der Lebensqualität im Stadtteil
    Der Stadtteilverein will einen wesentlichen Beitrag zur Stadtteilentwicklung, zur Verbesserung der Lebensqualität, leisten. Er ist dabei dem Gedanken der Nachhaltigkeit verpflichtet. Nachhaltigkeit bedeutet dabei die ausgewogene Berücksichtigung sozialer, ökonomischer und ökologischer Ziele bei den Entwicklungsprojekten.
  3. Stadtteil „plus“ – Wahrnehmung sozialer Aufgaben in anderen Quartieren
    Die Kompetenzen, die der Verein in seiner 23-jährigen Arbeit im Stadtteil Tiergarten-Süd des Bezirks Mitte erworben hat, werden seit mehreren Jahren auch in anderen Bezirken und Stadtteilen Berlins zur Quartiersentwicklung genutzt. Für die in Tiergarten-Süd entwickelten innovativen Projekte – derzeit: Lokaler Bildungsverbund (LBV), Mobiles Qualifizierungsteam für Bildungseinrichtungen (MQT - Personaltraining für Erzieher und LehrerInnen an Grundschulen und Kitas), Gebäude- und Grünpflegemaßnahmen sowie für die Einrichtung von Klimabüros bestehen auch in anderen Bezirken Bedarfslagen. Der Stadtteilverein regt deshalb die Einrichtung derartiger Projekte und Verfahren in anderen Gebieten an, führt die Projekte selbst durch oder kooperiert mit geeigneten lokalen Partnern.
  4. Kompetenz bei der sozialen und ethnischen Integration
    Die soziale und ethnische Integration ist eine Querschnittsaufgabe, die bei allen Maßnahmen des Vereins eine hervorragende Zielfunktion besitzt. Der Bildungsbereich besitzt gesellschaftliche Schlüsselfunktion für die Integration. Der Verein setzt deshalb seinen eigenen Schwerpunkt im Bildungsbereich (Lokaler Bildungsverbund/Mobiles Qualifizierungsteam etc.) und unterstützt auf der lokalen Ebene die Aktivitäten rund um das Lernhaus Pohlstraße. Die vom Stadtteilverein unterhaltenen Räume werden im Rahmen der Verfügungszeiten vorrangig für interkulturelle Bildungsveranstaltungen - kostenfrei – bereit gestellt.
  5. Übernahme von Verantwortung – global denken – lokal handeln
    Der Verein übernimmt bewusst Verantwortung für die Entwicklungen des Stadtteils und für die von ihm zur Stadtteilentwicklung initiierten Projekte. Er fördert deshalb die Partizipation, ist offen und ansprechbar. Im Sinne eines „feinen Fühlers“ und „Frühwarnsystems“ formuliert und artikuliert der Verein auftretende Probleme und organisiert Hilfe zur Selbsthilfe. Der Verein arbeitet dabei als moderner Dienstleistungsbetrieb professionell und setzt hohe Qualitätsmaßstäbe. Die fachlichen Kompetenzen werden durch die Bereitschaft zum dauerhaften Lernen erhalten und vertieft.
  6. Sozialraumkompetenz – das Alleinstellungsmerkmal
    Der Verein – und seine leitenden Mitarbeiter – arbeiten seit 23 Jahren im Stadtteil Tiergarten-Süd. Es bestehen deshalb außergewöhnliche und einmalige Kenntnisse der Entwicklungsprozesse, der hier wohnenden und arbeitenden Menschen, Institutionen sowie der baulichen Entwicklung. Die spezifische Regionalität und der ressortübergreifende Entwicklungsansatz bieten besondere Zusatzqualitäten für die sektoralen Projekte in den Bereichen Jugend, Senioren, Qualifizierung, Baumaßnahmen, Integration, Bildung, Beschäftigungsförderung, Finanzierung, Partizipation.
  7. Service und Finanzierungsmodelle für die Stadtteilentwicklung
    Die Interessen der Bürger des Stadtteils besitzen höchste Priorität. Es ist die Aufgabe des Stadtteilvereins diese Interessen im Sinn einer nachhaltigen Stadtteilentwicklung zu fördern. Dazu soll der Verein die Ressourcen des Stadtteils, des Landes Berlin, des Bundes, der Europäischen Union und anderer Institutionen aktivieren und Vor-Ort nutzbar machen. Die Entwicklung von gemischten Finanzierungsmodellen – jenseits des reinen Ressortdenkens – ist dabei eine besondere Leistung des Vereins. Der Verein würdigt und respektiert die engagierte Arbeit der Partner in den öffentlichen und fördernden Institutionen.
  8. Entfaltungsraum für engagierte Bürger und Mitarbeiter
    Der Verein bietet Raum zur Entfaltung für Bürger und Mitarbeiter, die sich besonders für die Belange des Stadtteils engagieren.
  9. Fachliche Qualifizierung als ständige Aufgabe
    Der Verein fördert die fachliche Qualifizierung und die besondere „Sozialraumkompetenz“. Dazu unterhält der Verein einen Qualifizierungsfonds und benennt eine Qualifizierungsbeauftragte.
  10. Innovationskraft – Kraft für Veränderungen
    In der vorausschauenden Antizipation des gesellschaftlichen Wandels, der Entwicklung der Stadt und des Stadtteils zeigt sich die Zukunftsfähigkeit des Vereins als starker Motor der Stadtteilentwicklung. Der Verein ist deshalb gefordert, seine Aufgaben regelmäßig zu überprüfen und sich strategisch zu positionieren. Das frühzeitige Einstellen auf absehbare Veränderungen und Aufgabenstellungen zählt zu den besonderen Stärken des Vereins – die sich auch in der Fähigkeit zur internen Konfliktbewältigung erweist.